/ Führung

Vom Unterlasser zum Unternehmer – »Reiseplanung« für Betroffene

Zwei Gesellschafter mit einem hohen Grad an Produktionsexpertise in unterschiedlichen Fachbereichen führen ein mittelständisches Unternehmen mit über 20 Mitarbeitern und siebenstelligem Umsatz. Die Fokussierung auf die Produktion führte in der Vergangenheit zwar zu hervorragenden Produkten – sogar zu Alleinstellungsmerkmalen – aber leider zu Unklarheiten über die eigenen Rollen außerhalb der Produktion. Insbesondere die Unternehmerrolle wurde nicht ausgefüllt und daher vernachlässigt. Wie geht es weiter, wenn die Alleistellungsmerkmale in einem Verdrängungsmarkt irgendwann keine mehr sind und der weitere Weg unklar ist?

 

Klarheit über die Rollen bekommen

Was müssten die beiden Gesellschafter tun, damit der Weg nach vorne – in fünf bis zehn Jahren – deutlich klarer wird? Hier geht es nicht nur um unternehmerische Aufgaben, sondern um das Rollenverständnis der beiden Gesellschafter an sich. Sind sie »Mitarbeiter« und produzieren weiterhin selbst mit oder sind sie Manager, Führungskraft, Unternehmer? Wieviel Produktionsexpertise darf (noch) sein? Wie schafft man den Umstieg vom lange gelebten »Mitarbeiter« zum Unternehmer? Was muss passieren, damit beide exzellente Führungskräfte werden? Wie sieht eine »Roadmap« zum Unternehmer aus? Was sind die wichtigen unternehmerischen Aufgaben? Auf alle Fragen gibt es Antworten, die sich aus der Betrachtung der unternehmerischen Aufgaben ableiten lassen.

 

Was sind die wichtigsten unternehmerischen Aufgaben?

  • Vision / Mission / Leitbild: Wohin geht die Reise? Was soll mit dem Unternehmen in den nächsten Jahren erreicht werden? Welche Werte hat das Unternehmen?
  • Strategie und Positionierung: Wie kann das Reiseziel erreicht werden und von wo aus wird gestartet?
  • Ressourcenverfügbarkeit: Welche Wegbegleiter begeben sich mit dem Unternehmer auf den Weg? Welche Aufgaben könnten diese übernehmen?
  • Selbstkompetenzsteigerung: Wie steht es um die »Reisefähigkeit« des Unternehmers selbst? Inwieweit ist er »firm« in Selbsterkenntnis, Selbstreflexion und Selbststeuerung?
  • Chancen erkennen und einschätzen / Risiken minimieren: Welche Mittel braucht es, um das Ziel effektiv zu erreichen? Was muss eventuell aus dem Weg geräumt werden?
  • Veränderungen gestalten: Wie geht der Unternehmer mit »Reiseplanänderungen« um? Was muss er tun, um trotzdem sein Ziel zu erreichen?

Fazit

Für langjährige »Macher«, die immer selbst in der Produktion gestanden haben, ist es nicht leicht, ihre alten Rollen loszulassen und neue Rollen zu übernehmen. Dass man nicht von heute auf morgen zum Unternehmer wird, der weiß, wie er seine Rollen zu füllen hat, ist nachvollziehbar. Umso wichtiger ist es, sich seiner unternehmerischen Aufgaben Stück für Stück bewusst zu werden.

 

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